Meinungsbildung

 

Früher pflegte ich zu sagen, wenn ich einem Menschen begegnet bin welcher nicht wirklich eine eigene Meinung gebildet hat, sondern diese nur aus einem einzigen Info-Kanal übernommen hat: du hast keine Meinung, sondern eine Seinung. Im Prinzip nur ein Wortspiel, jedoch mit einem oft leider wahren Kern.

Die Medien werden in einem eigenen Kurzvideo thematisiert werden. Deshalb gehe ich an dieser Stelle nicht auf die Verschmelzung der Medien mit der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik ein. Nur soviel: Sobald der Staat die Medien (mit)finanziert – dazu gehören auch die Zwangsabgaben an Serafe – können und werden diese nicht mehr unabhängig arbeiten. Mit diesen Geldern, auch wenn dies von den medienschaffenden verneint wird, wird auch der Inhalt gesteuert, meist wohlwollend zu den Geldgebern. Wer beisst schon die Hand, die einen füttert …

Die letzten zweieinhalb Jahre haben deutlich gezeigt, dass die Medien eine enorme Macht besitzen, welche sie auch ausgeübt haben. Die gegenüber Corona aufgekommene Panik – ob diese jetzt gerechtfertigt ist oder nicht – Angst oder Panik ist nie eine gute Entscheidungsgrundlage – wurde in erster Linie von den Medien geschürt. Natürlich taten die Politik und auch die sogenannten wissenschaftlichen Gremien, wie die Taskforce, ihres dazu.

Diese Panikmacherei führte leider dazu, dass viele Menschen sich gegenüber alternativen Fakten abgeschottet haben. Sie wollten es einfach nicht hören, oder sie konnten es gar nicht. Denn wer den Kopf im Sand hat, kann weder sehen hören noch riechen.

Und genau im Zusammenhang mit Corona und vor allem mit den aufgekommenen nie wirklich getesteten und völlig neuartigen Impfungen – ich verwende zwar das Wort Impfungen wegen der Verständlichkeit, wobei diese gar keine Impfungen im üblichen Sinne sind – wäre es äusserst wichtig gewesen und ist es nach wie vor, sich hier eine eigene Meinung zu bilden. Nur schon das Aufkommen von Nebenwirkungen nach einer solchen Impfung sollten zum Denken Anlass geben. Dies auch dann oder eben genau wegen der Aussage vom Arzt, dass dies nicht von der Impfung stammen könne. Wenn jemand gesund ist, es wird eine medizinische Intervention gemacht und der Mensch erkrankt, dann kann es sich auch um einen Zufall handeln, dies ist aber äusserst selten.

Eine eigene Meinung zu den Impfungen sollte deshalb nicht nur aus der normalen Presse gebildet werden. Es braucht auch die Alternative oder eben auch kritische Ansicht aus anderen Kanälen. Wie man sich danach die Meinung gebildet hat, ob man der einen oder anderen Seite mehr vertraut, das ist individuell und offen. Aber nur so ist überhaupt eine Meinung dann gegenüber anderen Menschen durch eine klare Argumentation vertretbar.

Ich habe mir natürlich auch zur Situation in Buchs meine eigene Meinung gebildet. Verschiedene Quellen habe ich geprüft, angehört, gelesen oder wie auch immer mir mein Wissen erweitert. Teilweise war ich erfreut über das was ich herausgefunden habe. Bei leider vielen anderen Punkten war ich entrüstet und musste den Kopf schütteln und mir sagen: das kann doch gar nicht wahr sein. Nur schon in dieser relativ kleinen Stadt mit 13’000 Einwohnern findet eine grosse Verfilzung und ein sich gegenseitiges zuschieben von Aufträgen statt. Vieles wurde nur deshalb durchgepeitscht, um gewissen Bedürfnissen und Erwartungen gerecht zu werden.

Vieles von dem was nicht sauber abgelaufen ist, hat nie die Öffentlichkeit in Buchs erreicht. Es wurde unter dem Tisch durchgezogen und dann abgeheftet in einer Schublade versorgt. Wie man so schön sagt, befinden sich auch in Buchs viele Leichen im Keller.

Dass man gewisse Kompromisse eingehen muss, das liegt auf der Hand. Dass man nie allen alles recht machen kann, auch das ist logisch. Aber es darf quasi gegen das Volk gearbeitet werden. Denn was zum Beispiel am Bahnhof und beim Hochhaus – ich nenne es Turm zu Babel – abgelaufen ist, das muss aufgearbeitet werden. Gut möglich, dass durch die Aufarbeitung aufgezeigt werden kann, dass die Verfehlungen nur sehr gering sind. Wenn dem so ist, obwohl ich es gegenteilig erwarte, dann ist das ja beruhigend. Aber so konnten wir uns eine eigene Meinung im ganzen Vorgehen bilden und wissen nun was wirklich abgelaufen ist. Glauben ist Mangel an Wissen. Der Glaube ist richtig, sollte aber durch das Wissen verifiziert werden.

Machen Sie sich also gefasst auf sicherlich ein spannendes und offenbarendes Jahr mit mir als Stadtpräsident.